Weinachtsbaum und Kiefernwanze

Wanzen im Weihnachtsbaum:
Worauf Sie beim Kauf eines Christbaumes achten sollten
– 20. Dezember 2018 –

wanze
Copyright: Martin Höfflin-Glünkin

Sie waren im Herbst eines der Hauptgesprächsthemen in der Region: Längliche Wanzen, rot-braun gefärbt, die auf der Suche nach einem Platz zum Überwintern die Häuser und Wohnungen in Tennenbronn und Umgebung bevölkerten. Die amerikanische Kiefernwanze stammt, wie es der Name vermuten lässt, ursprünglich aus Nordamerika und tritt seit etwa 20 Jahren auch in Europa auf. Wie hat das Insekt den Weg über den Atlantik gemeistert? Eine Theorie ist, dass es als blinder Passagier in Weihnachtsbäumen zu uns kam. Woran sich direkt die Frage anschließt: Warum sollte man Nadelbäume um die halbe Welt transportieren, wenn sie doch direkt vor unserer Haustür wachsen?

Achten Sie deshalb beim Kauf eines Weihnachtsbaumes darauf, wo und wie der Baum gewachsen ist: Um unnötige Transportwege zu vermeiden, sollten Sie Bäume vorziehen, die aus der Region stammen. Die meisten Weihnachtsbäume werden nicht aus heimischen Wäldern geschlagen sondern auf Plantagen gezüchtet. Beim Kauf eines Baumes, der von einer Plantage stammt, sind die FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel ein guter Wegweiser. Sie garantieren, dass bei der Aufzucht des Baumes keine Herbizide und Pestizide zum Einsatz kamen. Ein weiteres weihnachtliches Umwelt-Thema ist die Flut an Geschenkpapier, die nach kurzem Gebrauch im Müll landet. Besser als Glitzerpapier oder Folie sind Recyclinggeschenkpapier oder Packpapier, Zeitungen und Zeitschriften oder Stoffbeutel, die später für Einkäufe weiter verwendet werden können. Dann gibt es auch für die Natur: Frohe Weihnachten!

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